Freitag, 7. August 2020

Gerechte Sprache, wohin sie gehört!

In der gestrigen FAZ schrieb der Mitherausgeber über das jüngste Fettnäpfchen der Mitvor-sitzenden der SPD, Saskia Esken:

... Und auch die Lästerei über die „Covidioten“ brachte ihr von allen Seiten Kritik ein, sogar von links. Denn auf der Berliner Demo gegen die Corona-Weltverschwörung sollen auch pro-gressive Kräfte mitmarschiert sein, vielleicht sogar SPD-Mitglieder, jedenfalls ehemalige.

Wir halten aber noch aus einem anderen Grund „Covidioten“ für eine sprachliche No-go-area. Hat Frau Esken noch nie etwas von gendergerechter Sprache gehört? Sie hätte doch „Covidi-ot*innen“ schreiben und beim Aussprechen eine Pause im Wort machen müssen, wie man sie jetzt auch im Deutschlandfunk hört – oder eben nicht hört, weil dann ja eine Sendepause ge-macht wird.

So aber muss man sich jetzt als Mann diskriminiert vorkommen. Auf den Bildern, die wir vom Berliner Marsch für das Recht auf unbeschränkten Unsinn sahen, waren eindeutig auch Frauen zu erkennen. Das von Esken ausgelassene Gendersternchen kann also bloß bedeuten, dass für sie nur die demonstrierenden Männer Idioten waren. Wir wüssten nun doch gerne, was der Quotenmann in der SPD-Spitze dazu sagt. Der schwieg aber schon zur Corona-Party in Berlin so ausdauernd wie unser*e Bundeskanzler*in. Was macht die/der/das eigentlich?

 

 

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