Samstag, 16. März 2019

Der Wiener Presserat leistet sich eine Satire.

aus Die Presse, Wien,

Woran die Debatte über Frauenarbeit seit Jahren krankt Plädoyer für alle jene, die das Frauenvolksbegehren nicht unterschrieben.



Dies ist eine Sachverhaltsdarstellung für die Gleichbehandlungskommission, mit der Bitte um Prüfung auf etwaige Verfassungswidrigkeiten: Es gibt in unserem Land eine durch unverwechselbare körperliche Merkmale eindeutig gekennzeichnete Menschengruppe, die gegenüber dem Rest der Bevölkerung ausgesprochen bevorzugt erscheint.

Die Mitglieder dieser elitären Kaste sind von Natur aus mit mehr Lebens- und per Gesetz mit mehr Pensionsjahren ausgestattet. Sie sind vom obligatorischen Wehrdienst befreit und bei Restaurantbesuchen häufig von der Zahlungspflicht entbunden. Ein ungeschriebenes Gesetz bevorzugt sie bei der Sitzplatzverteilung in der Straßenbahn. 

Dank ihres größeren Sprechbedürfnisses können sie die kommunikativen Vorteile von Mobiltelefonen und sozialen Medien bei gleichen Pauschaltarifen besser nützen. 

Sie sind aufgrund der Paarungsgewohnheiten in unseren Breiten meist die Umworbenen. In Fragen der Fertilität haben sie die Deutungshoheit und bei der Nachwuchsplanung Entscheidungsfreiheit. Dank der exklusiven Fähigkeit, Kinder in die Welt zu setzen, erfreuen sie sich besonderer Wertschätzung und umfassender Schutzbestimmungen.

Ein eigenes Ministerium

Die Mode-, Schmuck- und Kosmetikindustrie ist vorwiegend um sie und ihre häufig wechselnden Wünsche bemüht. Es wird ihnen oft durch die Tür und aus dem Mantel geholfen.

Inzwischen ist ein eigenes Ministerium nur ihrem Wohlergehen gewidmet, was auf Dauer den Unmut der Minderheits- bevölkerung gegen die privilegierte Mehrheit schüren kann.

Sie kommen – auch wenn sie nicht Flick, Wlaschek, Karajan oder Horten heißen – häufiger in den Genuss von Erb- schaften.

Sie sind mit einer wärmedämmenden weichen Oberflächenbeschichtung ausgestattet, werden bei Schiffskatastrophen aber dennoch als Erste gerettet.

Allerdings: Bei Bergleuten, Asphaltierern, Kanalräumern, Schachspielern und Totengräbern sind sie erstaunlich unterrepräsentiert.

Rufschädigende Volksbegehren

Sie werden von selbst ernannten Interessenvertreterinnen bemuttert, die in ihrem Namen rufschädigende Volksbegehren anzetteln. Dadurch erscheinen sie als hilflose, bedürftige Opfer auf einer nie endenden Verliererstraße, was zum Krank- heitsbild der eingebildeten Minderwertigkeit mit all ihren zersetzenden Folgen führt.

Der Autor dieser Sachverhaltsdarstellung ehrt die Frauen, denn sie „flechten und weben“ bekanntlich „himmlische Rosen ins irdische Leben“; er liebt viele von ihnen, bewundert manche und verehrt einige.

Aber als Kollektiv bedauern kann er die Frauen beim besten Willen nicht. Auch wenn einige Berufsfrauen durch den Wegfall der Mitleidskeule um ihre Existenzgrundlage gebracht werden.

Die seit Jahren im Kreis gehende Diskussion über Frauenarbeit und Frauenentlohnung scheint daran zu kranken, dass es weniger um Chancengleichheit als um Ergebnisgleichheit geht. Es wird paranoid nach böswilligen Feinden außerhalb der eigenen Gruppe gesucht, statt selbstkritisch nach möglichen Ursachen und deren Behebung zu forschen.

Wenn eine Gruppe von Arbeitnehmerinnen tatsächlich unter ihrem Wert bezahlt wird, also „billig“ für die geldgierigen Arbeitgeber ist, müsste sie ja als Erstes beschäftigt und aus dem Arbeitskräfteangebot verschwunden sein.

Jens Tschebull (* 1930 in Klagenfurt) war Chefredakteur von „Trend“ und „Profil“, Herausgeber des „Wirtschaftsblatts“
und Gastgeber im „Club 2“.



Achtung, dies ist eine Satire:


aus derStandard.at, 15. 3. 2019

Presserat rügt "Die Presse" für frauendiskriminierenden Kommentar 

Der Senat 3 des Presserats sieht in dem Kommentar "Woran die Debatte über Frauenarbeit seit Jahren krankt" vom 12. Oktober 2018 einen Verstoß gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse.

Der Kommentar stammt von Jens Tschebull, ehemaliger Chefredakteur von "Trend" und "Profil" sowie Herausgeber des "Wirtschaftsblatt". Der Kommentar versteht sich als "Plädoyer" für all jene, die das Frauenvolksbegehren nicht unterschrieben haben. Im Kommentar werden Frauen als eine "elitäre Kaste" bezeichnet, die von Natur aus und per Gesetz mehr Vorteile habe als Männer. ...

Der Senat stuft den vorliegenden Kommentar als frauendiskriminierend ein. Die angeführten Beispiele des Autors, wonach Frauen in vielen Bereichen bevorzugt seien, entbehren laut Presserat "nicht einer gewissen Absurdität". Tschebulls Ausführungen seien geeignet, "Frauen pauschal zu verunglimpfen", was einem Verstoß gegen Punkt sieben des Ehrenkodex entspreche.

Der Presserat: "Der Autor versucht nicht nur, die für die Gesellschaft wichtigen Themen Frauenförderung, Gleichberech- tigung und Gleichstellung der Geschlechter ins Lächerliche zu ziehen, sondern will diesen Themen offenbar ihre Legiti- mation absprechen. Seine Ansichten erscheinen dem Senat geradezu aus der Zeit gefallen. So wie der Chefredakteur geht auch der Senat nicht davon aus, dass der zu prüfende Text als satirische Darstellung einzuordnen ist. Der Artikel mag zwar einige Überzeichnungen und Zuspitzungen aufweisen. Dennoch erweckt der Autor durchaus den Eindruck, die frauenfeindlichen Auffassungen tatsächlich zu vertreten. Dies lässt sich auch aus der Stellungnahme des Autors gegen- über dem Presserat schließen, so der Senat weiter. Darüber hinaus ist der Kommentar auch nicht als "Satire" gekenn- zeichnet. Der Senat nimmt es zwar positiv zur Kenntnis, dass ein weiterer Gastkommentar mit klaren Kontrapositionen veröffentlicht wurde. Diese Maßnahme reicht jedoch nicht aus, um das Verfahren vor dem Presserat einzustellen.

Der Senat stellt daher einen Verstoß gegen den Ehrenkodex fest und fordert die Medieninhaberin auf, die Entscheidung freiwillig in der Tageszeitung "Die Presse" bekannt zu geben. (red, 15.3.2019)


Nota. - Falls es einer vergessen haben sollte: Wien ist die Stadt, in der einmal Karl Kraus die Fackel herausgegeben hat.
JE.

Sonntag, 10. März 2019

Und ewig lockt das Weib.

aus derStandard.at, 8. März 2019

These: Männliche Erektion verhinderte breiteres Frauenbecken 
Warum das weibliche Becken nicht breiter wurde, ist nicht geklärt. Wiener Forscher haben eine gewagte These
 
Wien – Weibliche Becken sind im Vergleich zur Größe von Neugeborenen relativ schmal. Dadurch steigt das Risiko für Geburtskomplikationen. Dennoch wurde es im Laufe der Evolution nicht breiter. Der Grund dafür ist noch unklar. Forscher des Naturhistorischen Museums (NHM) in Wien haben nun eine gewagte These aufgestellt. So könnte ein schmales Becken mit starkem Beckenboden zur männlichen Erektion beitragen und so indirekt selektiv wirken.

Es gelte als wahrscheinlich, dass es einen Selektionsdruck gibt, der einer Erweiterung des Beckens entgegenwirkt, heißt es vonseiten der Wissenschafter. Die Ursachen dafür seien aber umstritten. Lange Zeit dachte man, der aufrechte Gang des Menschen erfordere ein schmales Becken, trägt es doch das Gewicht der inneren Organe besser. Empirische Belege dafür gebe es aber kaum, betonen die NHM-Forscher.

Einer alternativen Erklärung zufolge würde ein zu breites Becken den Beckenboden, der das Gewicht des Fötus und der inneren Organe trägt, anfällig für Inkontinenz und ein Organabsenken machen. Tatsächlich tritt dies vermehrt bei Frauen mit besonders breitem Becken auf. Im "American Journal of Human Biology" hat nun ein internationales Forscherteam, dem auch Nicole Grunstra und Frank Zachos von der Säugetiersammlung des NHM angehören, eine Erklärung vorgeschlagen, wie die Beckenbodenhypothese anhand vergleichender Beckenstudien bei Fledermäusen weiter untermauert werden könnte. "Fledermäuse bringen die relativ größten Neugeborenen aller Säugetiere zur Welt. Ihr Gewicht kann bis zu 45 Prozent desjenigen der Mutter betragen. Beim Menschen beträgt dieser Wert nur etwa fünf Prozent", so Grunstra.

Reproduktionsvorteil versus Beckenbreite

Bei den Fledermaus-Becken gibt es einen großen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Jene der Männchen sind verknöchert, jene der Weibchen "ausnahmslos offen, was den Geburtskanal überhaupt erst groß genug macht, um so große Junge zu gebären", wie die Anthropologin erklärt. Offensichtlich geht das, weil Fledermäuse die einzigen fliegenden Säugetiere sind und die meisten von ihnen mit dem Kopf nach unten ruhen – beides verringert den Druck auf den Beckenboden.

Diese Entlastung könnte den Selektionsdruck in Richtung eines schmalen Becken aufgehoben haben. Diese Hypothese wollen die Wissenschafter nun mithilfe der umfangreichen Säugetiersammlung des NHM weiter untersuchen – denn die mehr als 1.000 Fledermausarten unterscheiden sich in ihrem Flug- und Ruheverhalten zum Teil erheblich. Sollte die Beckenbodenhypothese zutreffen, müssten etwa Weibchen von aufrecht in Spalten ruhenden Arten aufgrund der größeren Kräfte auf den Beckenboden weniger stark geöffnete Becken haben.

Für den Menschen schlagen die Wissenschafter eine ganz andere mögliche Erklärung vor: "Ein starker Beckenboden, der durch ein schmales Becken begünstigt wird, trägt eventuell zur männlichen Erektion bei, einem Merkmal von offensichtlicher Bedeutung für die Reproduktion – und somit auch zur evolutionären Fitness", so Zachos. Die Selektion für ein schmales Becken könnte also primär über das männliche Geschlecht wirken. So wurden immer breitere weibliche Becken indirekt verhindert, meinen die Forscher. (APA)

Originalstudie:
Humans as inverted bats: A comparative approach to the obstetric conundrum


Nota. - 'Primär über das männliche Geschlecht...' - wie denn das? Kamen die Eindringlinge zuerst und blockierten die Erweiterung von innen? Es war umgekehrt: nämlich eine weibliche List, um den Mann in Botmäßigkeit zu locken. Ganz ohne Konkurrenz waren sie ja nie. Orpheus wurde von wütenden Weibern erschlagen, weil er in Thrakien die Knabenlie- be eingeführt hatte.
JE

Samstag, 9. März 2019

"Für Theorie krankt es an Inhalt, und für Kunst krankt es an Form."


aus derStandard.at, 8. März 2019,

Lisa Eckhart: 
Was täten junge weiße Gören ohne alte weiße Männer?
Was genau ist die Schuld dieser alten weißen Männer? Dass sie nicht springen, wenn der Feminismus pfeift

Der größte Modeschöpfer der Geschichte – Gianni Versace – ist tot. Und Karl Lagerfeld ist auch gestorben. Versace wurde erschossen. Lagerfeld starb lieber von selbst. Somit blieb vielen nur mehr Rufmord. Der Nachruf war in Windeseile der üblen Nachrede gewichen. Hauptanklagepunkt: "Lagerfeld war Frauenhasser!" Natürlich war er das.

Er war Designer und schwul. Was zeugt von größerer Misogynie als Frauen nicht aus-, sondern anziehen zu wollen? Selbst als Homosexueller, einst populäres Accessoire unter Frauen, war Lagerfeld nicht sicher vor weiblicher Respektlosigkeit. Eine junge Dame rief sogar zur Anti-Kondolenz auf. Warum? Er war ein alter weißer Mann. Beweislage abgeschlossen. Ein Jahr ist vergangen, seit Catherine Deneuve und Nina Proll sich gegen Larmoyanz aussprachen. Was folgte, war die Arroganz. Zelebriert von jungen Frauen, welche in alten weißen Männern ihren Gottseibeiuns fanden. Warum in diesen? "Stolz, laut, selbstbestimmt"

Weiße Männer zu pauschalisieren wäre wohl eine Nummer zu groß. Alt aber ist dehnbar, und die Jugend, schon fortschrittlich geschlechtslos, krönt sich eigenmächtig mit sittlicher Unfehlbarkeit. Eine dieser Frauen ist Sophie Passmann. Sie schrieb ein Buch zu den alten weißen Männern. "Schrieb" ist ein Euphemismus, Passmann führte Interviews. Sie tat, was dem Weibe seit jeher am liebsten – tratschen. Mit 15 weißen Männern. Das zeuge von Gesprächsbereitschaft. In Wahrheit ist es unumgänglich, andere zu Wort kommen zu lassen, wenn man selber nichts zu sagen hat.

Ein Schlichtungsversuch ist der Untertitel des Buches, aber geschlichtet wird nichts. Wie auch? Die Autorin halte, wie sie konstatiert, als Feministin ohnehin "Deutungshoheit" inne. Da fragt sich dieser Narr von Kant ein Leben lang "Was kann ich wissen?". Hätte er einfach die Passmann gefragt! Die verplempert keine Zeit mit Erkenntnistheorie. Sum, ergo sum ist ihre Devise. Laut Pressetext des Buches sei Passmann eine jener "Frauen, die stolz, laut und selbstbestimmt sind". Attribute, welche leicht in "überheblich, vorlaut und selbstgerecht" kippen. Passmann ist darin nicht allein. Die Riege junger, weißer Gören heißt zum Glück nicht Legion, aber zumindest Legionelle.

Sargnagels Satire

Wo tummeln sich junge, weiße Gören? Auf Facebook, Instagram und Twitter exkrementieren sie Authentizität, und auf Buchmessen lassen sie grübeln, wann der Dammriss stattgefunden, seit dem die Literatur ein Phallus, der Sperma und Urin beherbergt. Für Theorie krankt es an Inhalt, und für Kunst krankt es an Form. Den Bastard, der dabei herauskommt, nennt man sinnentleert Satire. Als solche adelt man sogar, wenn die Göre Stefanie Sargnagel schreibt: "Österreich, du dummes Huankind." Dessen Antipatriotismus liegt verkannterweise darin, dass man in Österreich traditionsgemäß fäkal und nicht sexuell flucht. Aber dem Proletariats-Schick der Gören fehlt die Kreativität der ingeniösen Beleidigung, wie sie etwa der alte weiße Mann Mundl gepflegt hat. Anstatt sich von dem inspirieren zu lassen, schimpfen junge weiße Gören auf die alten weißen Männer. Nicht auf den alten weißen Mann (an sich), wie man etwa auf den Ausländer schimpft. Der kollektive Singular ist kein Individuum, sondern platonische Idee des idealen Ausländers, der ohne Unterlass schändet und stiehlt. Das machen nämlich bei weitem nicht alle. Alte weiße Männer hingegen sind ausnahmslos sexistische, uneinsichtige Despoten.

Hier geht's zum
hier können Sie die Sprachpetition unterzeichnen
(wenn der Server nicht wieder zusammengebrochen ist.)


Weswegen junge weiße Gören nicht den Singular benutzen. Damit nur ja nicht einer denkt, dieser alte weiße Mann wäre – gleich dem Ausländer – ein phantasmagorisches Konstrukt, dessen Bekämpfung nur dem Zweck dient, weitaus tiefer liegende, gesellschaftliche Antagonismen nach wie vor ignorieren zu können.

Systemkritik mit Veganismus

Jegliche Systemkritik ziemt jungen, weißen Gören nicht. Schließlich inkarnieren sie den Neoliberalismus hundert Mal besser als die alten, weißen Männer. Sie posieren als bewusstlose Büttel auf der Agora des digitalen Datenhandels. Ihren stilisierten Street-Food-Veganismus halten sie für Konsumverzicht. Die zum Humbug erklärten Geschlechter und Heimat ersetzen sie durch einen markttauglichen Lifestyle. Für alles andere gibt es Party-Essenzialismus!

Letzterer gebar die Gewissheit: All die alten weißen Männer genießen Privilegien, derer sie sich nicht bewusst sind. So auch Passmann. Ihre Position ist eine, die nicht weniger Privilegien verheißt. Ich rede hier zwar aus Erfahrung, aber dennoch ist es wahr. Auch ich bin jung und weiß und Frau. Mir werden heutzutage Chancen nicht trotz meiner Fähigkeiten verwehrt, sondern trotz meiner Fähigkeiten ermöglicht.

Amourös, nicht animos

Als ich in Passmanns Alter war, galt den alten weißen Männern unser amouröses, nicht animoses Interesse. Sie hatten uns nichts angetan. Sie hatten es uns angetan. Demnach bin ich wohl zu befangen, um irrational auf sie einschlagen zu können. Zugleich möchte ich alte weiße Männer sowie deren Verfehlungen nicht verteidigen. Hätte ich den Eindruck, dies tun zu müssen, wären sie mir wohl auf ewig vergällt. Doch was genau ist die Schuld dieser alten weißen Männer? Dass sie nicht springen, wenn der Feminismus pfeift. Viele können nicht mehr springen. Und ein Pfeifen nicht mehr hören, weil sie es unentwegt im Ohr haben. Doch man werde es sie lehren: Alter schützt vor Torheit nicht. Besonders nicht vor der Torheit der anderen.

Was wären junge weiße Gören ohne die alten weißen Männer? An wem kontrastierten sie ihre sakrosankte Weltsicht? Blieben sie ewig Antithese, die trotzig auf den Boden stampft? Geistlosigkeit, die stets verneint? Das sollten sie sich schnell überlegen. Wir sahen es an Lagerfeld; der alte, weiße Mann ist sterblich, und seine Tage sind gezählt. Nicht weil es die Gören so wollen, sondern weil dem schlicht so ist. Und Scharen einst'ger Klägerinnen heulen auf wie Klageweiber. 

Lisa Eckhart lebt als Kabarettistin in Wien und Berlin.

Freitag, 8. März 2019

"Für Theorie krankt es an Inhalt, und für Kunst krankt es an Form."


aus derStandard.at, 8. März 2019,

Lisa Eckhart: 
Was täten junge weiße Gören ohne alte weiße Männer?
Was genau ist die Schuld dieser alten weißen Männer? Dass sie nicht springen, wenn der Feminismus pfeift

Der größte Modeschöpfer der Geschichte – Gianni Versace – ist tot. Und Karl Lagerfeld ist auch gestorben. Versace wurde erschossen. Lagerfeld starb lieber von selbst. Somit blieb vielen nur mehr Rufmord. Der Nachruf war in Windeseile der üblen Nachrede gewichen. Hauptanklagepunkt: "Lagerfeld war Frauenhasser!" Natürlich war er das.

Er war Designer und schwul. Was zeugt von größerer Misogynie als Frauen nicht aus-, sondern anziehen zu wollen? Selbst als Homosexueller, einst populäres Accessoire unter Frauen, war Lagerfeld nicht sicher vor weiblicher Respektlosigkeit. Eine junge Dame rief sogar zur Anti-Kondolenz auf. Warum? Er war ein alter weißer Mann. Beweislage abgeschlossen. Ein Jahr ist vergangen, seit Catherine Deneuve und Nina Proll sich gegen Larmoyanz aussprachen. Was folgte, war die Arroganz. Zelebriert von jungen Frauen, welche in alten weißen Männern ihren Gottseibeiuns fanden. Warum in diesen? "Stolz, laut, selbstbestimmt"

Weiße Männer zu pauschalisieren wäre wohl eine Nummer zu groß. Alt aber ist dehnbar, und die Jugend, schon fortschrittlich geschlechtslos, krönt sich eigenmächtig mit sittlicher Unfehlbarkeit. Eine dieser Frauen ist Sophie Passmann. Sie schrieb ein Buch zu den alten weißen Männern. "Schrieb" ist ein Euphemismus, Passmann führte Interviews. Sie tat, was dem Weibe seit jeher am liebsten – tratschen. Mit 15 weißen Männern. Das zeuge von Gesprächsbereitschaft. In Wahrheit ist es unumgänglich, andere zu Wort kommen zu lassen, wenn man selber nichts zu sagen hat.

Ein Schlichtungsversuch ist der Untertitel des Buches, aber geschlichtet wird nichts. Wie auch? Die Autorin halte, wie sie konstatiert, als Feministin ohnehin "Deutungshoheit" inne. Da fragt sich dieser Narr von Kant ein Leben lang "Was kann ich wissen?". Hätte er einfach die Passmann gefragt! Die verplempert keine Zeit mit Erkenntnistheorie. Sum, ergo sum ist ihre Devise. Laut Pressetext des Buches sei Passmann eine jener "Frauen, die stolz, laut und selbstbestimmt sind". Attribute, welche leicht in "überheblich, vorlaut und selbstgerecht" kippen. Passmann ist darin nicht allein. Die Riege junger, weißer Gören heißt zum Glück nicht Legion, aber zumindest Legionelle.

Sargnagels Satire

Wo tummeln sich junge, weiße Gören? Auf Facebook, Instagram und Twitter exkrementieren sie Authentizität, und auf Buchmessen lassen sie grübeln, wann der Dammriss stattgefunden, seit dem die Literatur ein Phallus, der Sperma und Urin beherbergt. Für Theorie krankt es an Inhalt, und für Kunst krankt es an Form. Den Bastard, der dabei herauskommt, nennt man sinnentleert Satire. Als solche adelt man sogar, wenn die Göre Stefanie Sargnagel schreibt: "Österreich, du dummes Huankind." Dessen Antipatriotismus liegt verkannterweise darin, dass man in Österreich traditionsgemäß fäkal und nicht sexuell flucht. Aber dem Proletariats-Schick der Gören fehlt die Kreativität der ingeniösen Beleidigung, wie sie etwa der alte weiße Mann Mundl gepflegt hat. Anstatt sich von dem inspirieren zu lassen, schimpfen junge weiße Gören auf die alten weißen Männer. Nicht auf den alten weißen Mann (an sich), wie man etwa auf den Ausländer schimpft. Der kollektive Singular ist kein Individuum, sondern platonische Idee des idealen Ausländers, der ohne Unterlass schändet und stiehlt. Das machen nämlich bei weitem nicht alle. Alte weiße Männer hingegen sind ausnahmslos sexistische, uneinsichtige Despoten. 


Hier geht's zum
hier können Sie die Sprachpetition unterzeichnen
(wenn der Server nicht wieder zusammengebrochen ist.)


Weswegen junge weiße Gören nicht den Singular benutzen. Damit nur ja nicht einer denkt, dieser alte weiße Mann wäre – gleich dem Ausländer – ein phantasmagorisches Konstrukt, dessen Bekämpfung nur dem Zweck dient, weitaus tiefer liegende, gesellschaftliche Antagonismen nach wie vor ignorieren zu können.

Systemkritik mit Veganismus

Jegliche Systemkritik ziemt jungen, weißen Gören nicht. Schließlich inkarnieren sie den Neoliberalismus hundert Mal besser als die alten, weißen Männer. Sie posieren als bewusstlose Büttel auf der Agora des digitalen Datenhandels. Ihren stilisierten Street-Food-Veganismus halten sie für Konsumverzicht. Die zum Humbug erklärten Geschlechter und Heimat ersetzen sie durch einen markttauglichen Lifestyle. Für alles andere gibt es Party-Essenzialismus!

Letzterer gebar die Gewissheit: All die alten weißen Männer genießen Privilegien, derer sie sich nicht bewusst sind. So auch Passmann. Ihre Position ist eine, die nicht weniger Privilegien verheißt. Ich rede hier zwar aus Erfahrung, aber dennoch ist es wahr. Auch ich bin jung und weiß und Frau. Mir werden heutzutage Chancen nicht trotz meiner Fähigkeiten verwehrt, sondern trotz meiner Fähigkeiten ermöglicht.

Amourös, nicht animos

Als ich in Passmanns Alter war, galt den alten weißen Männern unser amouröses, nicht animoses Interesse. Sie hatten uns nichts angetan. Sie hatten es uns angetan. Demnach bin ich wohl zu befangen, um irrational auf sie einschlagen zu können. Zugleich möchte ich alte weiße Männer sowie deren Verfehlungen nicht verteidigen. Hätte ich den Eindruck, dies tun zu müssen, wären sie mir wohl auf ewig vergällt. Doch was genau ist die Schuld dieser alten weißen Männer? Dass sie nicht springen, wenn der Feminismus pfeift. Viele können nicht mehr springen. Und ein Pfeifen nicht mehr hören, weil sie es unentwegt im Ohr haben. Doch man werde es sie lehren: Alter schützt vor Torheit nicht. Besonders nicht vor der Torheit der anderen.

Was wären junge weiße Gören ohne die alten weißen Männer? An wem kontrastierten sie ihre sakrosankte Weltsicht? Blieben sie ewig Antithese, die trotzig auf den Boden stampft? Geistlosigkeit, die stets verneint? Das sollten sie sich schnell überlegen. Wir sahen es an Lagerfeld; der alte, weiße Mann ist sterblich, und seine Tage sind gezählt. Nicht weil es die Gören so wollen, sondern weil dem schlicht so ist. Und Scharen einst'ger Klägerinnen heulen auf wie Klageweiber. 

Lisa Eckhart lebt als Kabarettistin in Wien und Berlin.

Zur Feier des Tages...

Armenien, um 1900

...will ich's sagen, und weil ich sonst kaum Anlass dazu finde:

Eine Gesellschaft, die nicht die Talente all ihrer Angehörigen zu schätzen und zu fördern weiß, bewegt sich auf abschüssiger Bahn. Solange Länder nur für sich waren, mochten sie sich gefallen und sich gleich bleiben. Doch für sich ist jetzt kein Land mehr. Es ist nicht so und es soll zum Besten Aller nicht wieder so werden. 



Donnerstag, 7. März 2019

Gegen die Männerquote.

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aus nzz.ch, 7.3.2019

Respektiert ihr Frauen? Dann hört auf mit dem Frauenzählen! 
Nein, Frauen sind nicht unterrepräsentiert. Weil niemand weiss, was richtig repräsentiert wäre. Und nein, eine Quote hilft den Frauen nicht, sondern schadet ihnen bloss. Sie ist Ausdruck eines paternalistischen Denkens, das längst passé sein müsste.

von Reinhard K. Sprenger 


Frauenzählen hat sich zur Obsession entwickelt. Jüngst bei der Oscar-Verleihung: Wichtiger noch als die Qualität der Filme war die Zahl der Frauen in den jeweiligen Kategorien. Und dann heisst es jeweils zuverlässig, Frauen seien «unterrepräsentiert», und dann ist die Quote auf dem Tisch.

Neuerdings sind selbst in der sonst so gelassenen Schweiz Wahlquoten der letzte Schrei. Dabei ist die Quote der beste Weg, eine Gesellschaft zu ruinieren, in der Frauen und Männer den Job machen können, den sie wollen. Denn es existiert erstens kein Problem, das sie lösen kann; sie animiert zweitens dazu, in alte patriarchalische Denkmuster zurückzufallen; sie gereicht Frauen drittens zum Schaden; sie funktioniert viertens überhaupt nicht; und sie leistet – fünftens und letztens – einen schönen Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft.

Diese fünf Punkte möchte ich im Folgenden erläutern. Dabei wende ich mich vor allem an jene, die nicht so denken wie ich. Sie alle müssten allerdings zunächst über einen Schatten springen: dass hier ein Mann schreibt. Denn in dieser Debatte geht es ja meist nicht darum, was jemand sagt, sondern wer. 

Einmalige Chancen

Also: Wie heisst das Problem, für das die Quote die Lösung sein soll? Nun, zunächst steht nicht gerade der Untergang der Schweiz vor der Tür. Deshalb verlegen sich die Quotenbefürworter auf Ungerechtigkeiten. So seien Frauen hervorragend ausgebildet, aber in vielen gesellschaftlichen Bereichen unterrepräsentiert. In der Tat, die Differenzen sind zum Teil irritierend, sie vergrössern sich gar. Aber was bedeuten sie?

Es ist ein Trugschluss, zu glauben, mangelnde Repräsentanz in einem gesellschaftlichen Bereich sei gleichbedeutend mit Unterdrückung. Sonst müssten wir ja auch über eine Männerquote in den Kinderkrippen nachdenken, über eine Frauenquote bei der Müllentsorgung und eine Männerquote in Altersheimen – weil Männer durchschnittlich 5,5 Jahre früher sterben als Frauen. Und wir leben nicht mehr in den sechziger Jahren.

Frauen sind schon lange keine Opfer einer männlich definierten Welt mehr, die für sie eine Glasdecke vorgesehen hat. Wenn man sich ansieht, wie in den gesellschaftlich attraktiven Bereichen (und um die geht es ja) seit vielen Jahren und mit teilweise unglaublichen Summen Frauen ge- und befördert werden, dann bleibt nur ein Schluss: Frauen haben heute historisch einmalige Chancen. Und die, die wollen, nutzen sie auch. Die meisten Frauen aber wollen offensichtlich nicht in Machtpositionen. Das ist auch nachvollziehbar und sogar sehr rational, ihnen ist anderes wichtiger. Sie verfolgen zumeist konsequent ihre persönliche Lebensplanung. Davor die Augen zu verschliessen, wäre respektlos.

Aber werden Frauen für die gleiche Arbeit nicht schlechter bezahlt als Männer? Die Frage klingt gut, führt aber in die Irre. Denn jeder Praktiker weiss, dass es gleiche Arbeit in einem strengen Sinne gar nicht gibt; man kann immer Ungleichheit rechtfertigen. Das ignorieren nur die Promotoren von Transparenzgesetzen, von denen viele noch nie ein Unternehmen von innen gesehen haben. 

Bundesbern träumt 

Mittlerweile fuchtelt man aber in Bundesbern nicht mehr mit horrenden Naiv-Statistiken herum, sondern beobachtet einen angeblich nicht erklärbaren Einkommensunterschied von 2 bis 6 Prozent. Und aus Differenz macht die Politik im Handumdrehen Diskriminierung.

Doch – erstens – liegt die Bandbreite in der Nähe statistischer Unschärfe. Zweitens bestehen bei genauerer Betrachtung die wesentlichen Unterschiede nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen Männern und Müttern. Und Mutter wird, wer sich dafür entscheidet. Also brauchte es bessere Betreuungsstrukturen für Kleinkinder? Gewiss, und doch bliebe es dabei: Berufliche Karriere – also Macht, Geld, Einfluss – ist nicht für alle das höchste aller Gefühle. Wir sehen hier geradezu ein Paradebeispiel für das Geschäftsmodell der Politik: Ich habe die Lösung – wo ist das Problem? Das ist mein Argument: Die Frauenquote ist eine Lösung, für die es kein relevantes Problem mehr gibt.

Wenden wir uns nun den versteckten Botschaften zu, die in der Frauenquote gleichsam eingelagert sind. Oberflächlich wirkt die Frauenquote als Männerdiskriminierung. Das ist zwar Revanchismus, wäre aber vielleicht zu verschmerzen. Tiefer lotend aber diskriminiert sie die Frauen selbst.

Die Quote ist ein Rückfall in patriarchalische Denkmuster: Frauen sind zu schwach, um den gesellschaftlichen Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. Kann das jemand ernsthaft behaupten, ohne Frauen abzuwerten? Deshalb ist jüngeren Frauen die Quote längst peinlich. Ältere, schon erfolgreich aufgestiegene Managerinnen sind genervt und lassen die Anrufe der Headhunter abwimmeln – sie wissen, dass die Avancen vorrangig ihrem Frausein gelten. Man könnte meinen, die Frauenquote sei der Übertrick der Solidargemeinschaft barmherziger Brüder, Frauen niemals als echte Wettbewerber anerkennen zu müssen. 

Zulasten der Frauen 

Aber die Frauen-Verniedlichung geht sogar noch weiter: Frauen seien Opfer gesellschaftlicher Rollenmuster. Sie wüssten gar nicht, worauf sie verzichteten, man müsse sie «sensibilisieren», «aufklären», sie brauchten Vorbilder. Die herablassende Bevormundung dieser Denkfigur scheint kaum jemanden zu empören. Dabei ist das reiner Erziehungsjargon nach altväterischer Sitte. So etwas kann nur sagen, wer Frauen geradezu infantilisieren will.

In der Praxis ist unübersehbar, dass die Quote den Frauen faktisch schadet. Den quotenlos Aufgestiegenen verweigert sie die Anerkennung. Und die durch die Quote Geförderten werden das Stigma der Quotenfrau nicht los. Das ist der Grund, weshalb viele besonders «progressive» Unternehmen mittlerweile erwägen, sich wieder von der Frauenförderung zu verabschieden: Die geförderten Frauen werden einfach im Arbeitsalltag nicht glücklich. An ihnen hängt der Geruch der Illegitimität: Ovarien statt Leistung.

Wenn wir uns schlicht die Konsequenzen bisheriger Quotenerfahrungen anschauen, dann ist das Ergebnis höchst ernüchternd. Im Silicon Valley haben alle Unternehmen Quoten – doch die Frauenrepräsentanz ist rückläufig. Viele Unternehmen incentivieren Manager mit Boni zur Erreichung von Quoten, machen die Frauenförderung zum wichtigen Kriterium ihrer Leistungsbeurteilung – vergeblich.

Schauen wir nach Norwegen, wo seit 2008 Frauen 40 Prozent der Verwaltungsratssitze besetzen. Die 400 quotenbestimmten Verwaltungsratssitze teilen sich gegenwärtig rund 70 Frauen. Das sind durchschnittlich fast sechs Sitze pro Frau – einige wenige sahnen also ab. Im operativen Management liegt der Frauenanteil jedoch noch immer unter 20 Prozent. Und auch die Zahl weiblicher Geschäftsleitungsmitglieder stieg nicht an – trotz flächendeckenden Krippen, langen Vaterschaftsurlauben, flexiblen Arbeitgebern und modernen Rollenmodellen. Politik trifft hier auf den harten Kern der Wirklichkeit, die sich nicht beliebig zurichten lässt. 

Trumpsche Politik 

Zuletzt komme ich zu den grössten Bedenken, die ich – als Managementberater – persönlich mit der Frauenquote verbinde. Die Frauenquote betrachtet die Frau nicht als Individuum, nicht als einzelne, besondere Person, sondern als Gruppenwesen. Das spaltet. Es spaltet die Unternehmen als Kooperationsarena: Mann und Frau arbeiten nicht mehr zusammen mit Blick auf die Lebensqualität von Kunden, also für Menschen ausserhalb des Unternehmens. Vielmehr betrachtet man sich als Repräsentant eines Förderungs- bzw. eines Benachteiligungs-Kollektivs. Es spaltet die Gesellschaft, die, ähnlich der Verwechslung zwischen grammatikalischem Geschlecht (Genus) und biologischem Geschlecht (Sexus), nicht mehr das Gemeinsame betont, sondern das Trennende.

Das grosse Wir wird in kleine Wirs unterschiedlichster Selbstbestätigungsmilieus verschoben, die aufgrund vermeintlicher Handicaps Ansprüche an die Restgesellschaft stellen. Haben wir nicht schon genug davon? Jagt nicht die Frauenquote als Beispiel einer breitbeinigen, faktenignoranten Basta-Politik die Wähler in die Arme der Extremen? Die Frauenquote illustriert eine Haltung, die gute Absichten hat, aber blind ist für die unbeabsichtigten Nebenwirkungen (wobei die Nebenwirkungen längst die Hauptwirkung ausmachen). Oder gelten in trumpscher Manier nur noch Bauchgefühl und Wunschzettel?

Also stellt sich die Frage, warum dennoch an der Forderung nach der Quote festgehalten wird. Dafür kenne ich drei Gründe: Es wird erstens nicht klar unterschieden zwischen Gleichberechtigung, Gerechtigkeit und Gleichheit. Da springt man munter hin und her und bedient sich je nach Lust und Laune. Zweitens brauchen Medien Probleme und Skandale, um über sie berichten zu können. Trends, detaillierte und vertiefende Analysen haben gegen den Zählreflex und gegen Behauptungsdespotismen keine Chance. Drittens: Man will den Frauen gar nicht helfen. Die Politik beutet lediglich die Frauen aus, um Aufmerksamkeitsgewinne einzustreichen.

Wer das nicht glauben will, sollte aufhören mit dem Frauenzählen.

Reinhard K. Sprenger ist Philosoph, Unternehmensberater und Autor u. a. von «Radikal digital: Weil der Mensch den Unterschied macht» (2018) und «Das anständige Unternehmen» (2016). Seine Bücher erscheinen bei Campus und DVA. Er lebt in der Schweiz.

Montag, 4. März 2019

Intersextoiletten sind...

  taz

...für die Männer, die nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen.

Da haben die Entrüstungswettläufer was zum Krähen. Dafür ist ja Fasching.