Dienstag, 13. März 2018

Kunde oder Kundin?


Ja das war wieder ein Flügelschlagen im Hühnerhaus! Nein, der Bundesgerichtshof schreibt der Bank nicht vor, dass sie weibliche Kunden als Kundinnen anspricht. Doch "es geht um Gerechtigkeit, nicht um Befindlichkeiten!", entrüstet sich Karin Janker in der heutigen Süddeutschen. 

Nein Frau Janker, es geht um Recht. Was gerecht ist, müssen die Privaten unter sich ausmachen; zum Beispiel die Kund*innen mit ihrer Bank. Aber Recht setzt der Staat. Unserer ist - bitteschön, das ist er - ein freiheitlicher Staat. Um einem Privaten vor- zuschreiben, wie er einen andern Privaten anzureden hat, braucht er schon gewichtige verfassungsrechliche Gründe. Die Be- findlichkeit von eineR, die sich ungerecht behandelt fühlt, ist so ein gewichtiger Grund nicht; gottlob nicht fürs oberste Ge- richt.




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