Tödlicher Sex zugunsten der nächsten Generation
Er verstümmelt sich bei der Paarung. Sie frisst ihn nach dem Akt. Kaum ein Sexualverhalten ist so bizarr wie das der Wespenspinnen.
Bei der Paarung verstümmelt sich das Männchen selbst
Allerdings setzt die Anatomie dem Weibchen Grenzen in der Zahl seiner Fortpflanzungspartner. Weibliche Wespenspinnen haben zwei Geschlechtsöffnungen und können sich daher pro Saison meist nur von zwei verschiedenen Partnern begatten lassen.
Rätselhafte weibliche Interessen
Trotzdem seien die "Ein-Schuss-Genitalien keine evolutionäre Sackgasse", schreibt Jutta Schneider im Fachmagazin BMC Evolutionary Biology. Immerhin kann sich das Männchen so einigermaßen sicher sein, dass nicht noch ein Nebenbuhler zum Zug kommt. So sind Wespenspinnen auch nicht die einzigen Tiere, bei denen die Männchen auf die monopolisierende Wirkung eines "Begattungspfropfens" setzen. Ähnliches kennen Forscher zum Beispiel auch von Anglerfischen, bei denen das Männchen nach der Paarung vollständig mit dem Weibchen verwächst und manchen Ameisen, bei denen die Männchen ihr eigenes Abdomen als Barriere für Geschlechtsgenossen einsetzen.
Sexueller Kannibalismus nützt dem Nachwuchs
Tödliche Investition



